OpenVPN, L2TP oder doch lieber PPTP?

Wenn es um die Nutzung von VPN-Diensten geht, so stehen üblicherweise drei gängige Protokolle dem interessierten Kunden heutzutage zur Verfügung. Man die Wahl zwischen OpenVPN, L2TP oder PPTP. Da uns immer wieder die Frage erreicht, was denn eigentlich der Unterschied zwischen diesen VPN-Protokollen sei und zu welchem man letztlich greifen soll, möchten wir hier in diesem Beitrag einen kleinen Überblick anbieten und die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen.

OpenVPN

Im Hinblick auf die drei genannten und bei fast jedem VPN-Dienstleister verfügbaren Protokolle bietet OpenVPN die höchste Sicherheitsstufe. Dafür sorgt nicht zuletzt die zum Einsatz kommende 256-Bit-Verschlüsselung, wie es beispielsweise bei SpyOFF der Fall ist. OpenVPN lässt sich nicht mit den Boardmitteln von Betriebssystemen wie Windows, Mac OS X oder Linux verwenden. Zu diesem Zweck stehen eigene Anwendungen zur Verfügung. Bei SpyOFF wurde das Protokoll in die hauseigene Anwendung direkt integriert – auch das ist also möglich. Unter dem Strich bietet OpenVPN die höchste Stufe der Sicherheit. Diese Tatsache bezahlt der Anwender – wie immer in solchen Fällen – mit Performanceverlusten. Dies soll nicht heißen, dass OpenVPN spürbar langsam ist, aber in Sachen Geschwindigkeit kann es beispielsweisen nicht mit den anderen beiden Protokollen mithalten. Online-Gamer greifen daher üblicherweise eher zu L2TP oder PPTP.

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Unser Testsieger – www.spyoff.com

L2TP

Ausgeschrieben steht L2TP für “Layer 2 Tunneling Protocol”. Bewusst findet sich dieses VPN-Protokoll in der Mitte und auf Platz #2 dieser Rangliste ein. Es ist wie eine Art Kompromiss aus Sicherheit und Geschwindigkeit anzusehen. Wer also mit einem guten Mittelwert zwischen Sicherheit und Performance im Netz unterwegs sein möchte, dem sei zu L2TP geraten. Als nützlich hat sich die Tatsache erwiesen, dass sich L2TP mit den zur Verfügung stehenden Boardmitteln von aktuellen Betriebssystemen verwenden lässt. Sprich: Es ist dafür keine eigene Anwendung notwendig.

PPTP

Das “Point-to-Point Tunneling Protocol” rundet unseren kleinen Ausflug in die Welt der VPN-Protokolle ab. In Sachen Sicherheit kann es nicht mit den beiden Vorgängern mithalten, wohl aber im Bezug auf die Geschwindigkeit. Schon zu Zeiten von Windows 95 stand dieses Protokoll zur Verfügung – man könnte es also als den Großvater der VPN-Protokolle bezeichnen. Ein ganz wichtiger Punkt ist an dieser Stelle und daher sei er auch unterstricht: PPTP bietet an sich keinerlei Verschlüsselungsmöglichkeiten. Diese werden bei gängigen VPN-Anwendungen ergänzt und eine Verschlüsselung bis zu 128-Bit ist somit möglich. Geht es um den Punkt der Sicherheit, so bildet PPTP das Schlusslicht in dieser Rangliste. Den ersten Platz sichert sich PPTP aber, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Weder OpenVPN, noch L2TP können dann mithalten.

Protokoll-Empfehlung des Hauses

Wie so oft im Leben kommt es drauf an, was man gerne möchte. Möchte man die größt mögliche Verschlüsselung nutzen, so sollte man zweifelsohne zu OpenVPN greifen und tunlichst die Finger von PPTP lassen. Wer großen Wert auf Performance bei beispielsweise Online-Spielen legt, dem sei zu L2TP und wenn das nicht reicht zu PPTP geraten.

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